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Alles, was Rollen hat. Ein Gespräch mit dem neuen Velomech Sezer


Bülent Sezer, Velomechaniker

Einige Zeit lang gabs z'Wädi nur noch eine Velowerkstatt. Jetzt kommt endlich wieder ein neuer Velomech dazu und belebt das Geschäft. Am 1. August 2015 ist das Einweihungsfest an der Seestrasse 171 und ab Dienstag, dem 4. August, ist die kleine, aber feine Werkstatt vom Wahl-Auer und (nicht so sehr) Heimweh-Bernbieter Bülent Sezer normal geöffnet. Unser Reporter hat ihn noch vor der Einweihung der Werkstatt getroffen ...

Wie bist du zu deiner Berufswahl gekommen?

Ja, das lag nicht gerade an meinem Weg ... Ich war früher in der Maschinenbauindustrie tätig und brachte es dort bis zum Abteilungsleiter. Das hätte auch geradlinig so weitergehen können. Aber ich begann mich zu fragen, was ich eigentlich von meinem Leben erwarte. Also wählte ich eine Auszeit, in der ich auch viel mit dem Rad unterwegs war (ich liebe das Downhill-Fahren) und entschied mich mit 34 Jahren, eine Velomechaniker-Lehre zu machen, die ich auch abgeschlossen habe.

Was macht deinen Beruf so speziell für dich?
Es ist das Handwerk. Ich habe Spass und Freude am Arbeiten mit den Händen und mit Werkzeugen; vor allem bin ich auf diese Weise in meiner Welt, also zufrieden.

Was ist das Besondere an deinem Geschäft?
(Denkt nach) Ich verkaufe nicht nur Velos und spezielle Bikes, nein, ich mache auch besondere Aufbauten am Rad, ganz nach den Wünschen der Kunden. Darüber hinaus repariere ich gerne alles, was Räder oder Rollen hat: Das geht weit übers Velo hinaus und reicht vom (Tret-)Roller bis zum Rollator oder Kinderwagen. Wenn man daran herum-mechen kann, und am Schluss stellt das Resultat alle zufrieden, dann bin auch ich zufrieden.

Das klingt ja ganz nach persönlicher Erfüllung und drum habe ich grad noch ein paar weitere, persönlichere Fragen: Wo bist du geboren und aufgewachsen?
Ich bin in Biel geboren und in Roggwil (Kt. Bern) aufgewachsen; das hört man mir ja noch heute an (lacht). Via Kirchberg kam ich dann nach Wädenswil und lebe heute in Au ZH, gerade gegenüber der Halbinsel. Dort bin ich auch häufig mit meinem Hund Kiki anzutreffen [siehe Foto unten, Anm. d. Red.].

Wo würdest du gerne leben, wenn du wählen könntest?
Am liebsten wohne ich hier, ich will nirgendwo anders leben.

Was gefällt dir an Au so besonders?
Natürlich die Umgebung und vor allem der See. Aber es ist auch eine sehr gut erschlossene Lage, ich bin schnell in der Stadt [er meint Wädenswil, nicht Z.(!), Anm. d. Red.] und habe trotzdem das Gefühl, auf dem Land zu leben.

Und jetzt: Was magst du an dir selbst?
Ouhh, das müsstest du meine Lebenspartnerin fragen ...

Was gefällt dir weniger an dir?
Oh ... ich weiss nicht ... Sollte ich vielleicht ein bisschen weniger biken? Immerhin hatte ich ja schon mal einen Unfall ... (plötzlich, selbstkritisch): Jetzt weiss ichs. Ich sollte mal aufhören mit dem Rauchen ... so ... als Velosportler (lacht verlegen).

Also, wie war das mit dem Unfall nochmals?
Das ist schnell erzählt, aber es tat schon weh. Ich war mit Kollegen auf dem Gurten (b. Bern), wo es eine tolle Fun-Cross-Strecke gibt. Beim Runterfahren bin ich dann übel gestürzt und musste ins Spital. Als Souvenir habe ich eine Narbe quer über dem Schlüsselbein, das nun von zehn Schrauben zusammengehalten wird.

Wen oder was kannst du nicht ausstehen?
Hier muss ich passen. Ich bin tolerant gegenüber den andern. Wenn ich etwas oder jemanden nicht mag, mache ich nach Möglichkeit einen grossen Bogen darum herum.

Hast du ein Lebensmotto?
(Studiert) Leben und leben lassen.

Wo stehst du in 10 Jahren?
Dann bin ich immer noch da ... vielleicht ein bisschen grösser [er meint sein Geschäft, Anm. d. Red.], hoffentlich, aber nur mit gesundem Wachstum ... ja in etwa so.

Jetzt noch ein kleines Wortspiel. Ich fange Sätze an, du beendest sie, o.k.?
- Ich bekomme schlechte Laune, wenn ... ich stundenlang an etwas ohne Erfolg, ohne Resultat arbeite, und dann, am nächsten Tag klappt es auf Anhieb, ohne dass mir der richtige Dreh vorher schon eingefallen wäre.
- Ich mag es, wenn ... mir etwas Kompliziertes gelingt oder ein wunderschönes Velo unter meinen Händen entsteht.
- Meine Lieblingsspeise ist ... vielerlei. Ich esse gern und gut, obwohl man es mir nicht ansieht.
- Wenn man mir ein Getränk spendieren möchte, dann am besten ... eine Coca-Cola.
- Am Sonntagmorgen ... schlafe ich gerne aus.
- Am Montagmorgen ... habe ich frei, stehe aber trotzdem früh auf und gehe mit Kiki, meiner Pudeldame, raus. Ich nehme es gemütlich, erledige aber dann noch alle meine Büroarbeiten.
- Sommer bedeutet ... gutes Wetter, kurze Hosen, T-Shirt und viel draussen sein.
- Winter ... ist nicht so meine Jahreszeit. Ich kann Snowboarden, habs aber schon jahrelang nicht mehr gemacht.

Zu guter Letzt: Was möchtest du gerne einmal allen gesagt haben?
Dass wir alle etwas lockerer durchs Leben gehen mögen.

Wir danken dir herzlich für die Teilnahme am Interview und wünschen dir viel Erfolg beim Start deiner Fahrrad-Werkstatt!



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(c) Velomech Sezer


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Autor: Dani Rüegg
Datum: 16.07.2015 15:20 Uhr
Letzte Änderung: 21.09.2015 10:46 Uhr

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